Schmuck-Lexikon

Abalone

Abalone ist eine besondere Varietät des Perlmutts, auch bekannt unter dem Namen Seeopal.

Achat

Der Achat wurde nach dem Fluß Achates in Sizilien benannt. Er gehört zur Quarz-Familie und ist in fast allen Farben mit Bänderung zu finden. Seine Transparenz reicht von fast durchsichtig bis undurchsichtig. Die wichtigsten Vorkommen waren bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts in Rheinland-Pfalz, heute liegen sie im südlichen Brasilien und im Norden Urugays. Der älteste Achat stammt aus Ägypten, damals wurde er „Menusstein“ genannt.

Akoya-Zuchtperle

Die Akoya-Zuchtperle ist eine Salzwasserzuchtperle und eine generelle Bezeichnung für im Meer gewachsene Zuchtperlen. Sehr häufig entstehen runde bzw. Fast runde Perlen, die idealerweise zu Ketten und Armbändern verarbeitet werden, vor allem wenn möglichst viele zueinanderpassenden Perlen benötigt werden. Die Akoya Auster ist die kleinste der Perlen produzierenden Austern, daher erreichen die Perlen nur eine Größe zwischen 2 und 10 mm.

Amethyst

Der Amethyst ist der begehrteste Stein aus der Gruppe der Quarze. Seine Farbe reicht von violett bis blassviolett. Die bedeutensten Lagerstätten sind Brasilien, Madagaskar und Uruguay. Er war früher ein beliebter Edelstein bei kirchlichen Würdenträgern, daher symbolisiert er heute noch ein höheres Bewusstsein.

Apatit

Der Apatit ist ein Edelstein mit einer großen Farbenvielfalt. Daher läßt er sich ausgesprochen vielfältig verwenden. Sein Name bedeutet "Täuscher" (griechisch: apatao), da er auf Grund seiner Ähnlichkeit in der Vergangenheit häufig mit anderen Mineralien verwechselt wurde. Die wichtigsten Fundstätten liegen in Brasilien, Indien, Kenia, Madagaskar, Mexiko, Myanmar, Sri Lanka, Südafrika und den USA.

Aquamarin

Aquamarin gehört ebenfalls zur Beryll-Familie. Sein Name „aqua marina“ bedeutet „Wasser des Meeres“. Seine Farben reichen von blassblau bis dunkelblau und Blaugrün. Am begehrtesten ist ein tiefes Blau. Die Farbgebende Substanz ist Eisen. Wichtige Vorkommen findet man in Brasilien, Australien, Birma, China und Indien. Seeleute trugen ihn früher als Schutz vor schweren Unwettern.

Aventurin

Der Aventurin ist ein Mitglied der Quarz-Familien. Meist hat er ein dunkles Grün mit metallischem Schiller oder eine rot- bis goldbraune Farbe. Wichtige Lagerstätten sind in Brasilien, China, Indien, Kenia, Mexiko, Österreich, Russland und Tansania.

Bamboo Stone

Der Bamboo Stone gehört zur Quarz-Gruppe und ist eine Varietät des Holzsteins. Er setzt sich zusammen aus Jaspis, Chalcedon, sehr selten Opal und Strukturelementen des Holzes. Die Farben sind häufig unscheinbar grau und braun, gelegentlich aber rot, rosa, hellbraun, gelb, sehr selten blau bis violett. Er wird nicht nur für Schmuckzwecke verwenden, sondern auch für kunstgewerbliche Gegenstände.

Bergkristall

Der Bergkristall gehört zur Quarz-Familie. Sein Name stammt vom griechischen Wort für „Eis“, da man ihn für Ewiggefrorenes hielt. Er ist stets farblos, hat aber häufig Einschlüsse von anderen Mineralien wie Pyrit, Turmalin oder sogar Gold, wirklich reiner Bergkristall ist daher sehr selten. Die bedeutensten Fundorte sind Brasilien, Madagaskar, USA und die Alpen.

Bernstein

Der Bernstein ist ein fossiles Baumharz der Kiefer Pinus succinifera. Seine Farbe ist hellgelb bis braungelb, er ist durchsichtig bis undurchsichtig, oft mit eingeschlossenen Pflanzen oder Tierresten, teilweise auch mit Pyriteinlagerungen. Sein Name leitet sich aus dem niederdeutschen Wort für Brennen „börnen“ ab. Er ist Symbol für Liebe und Wärme. Herkunftsländer sind die Baltische Republiken, Sizilien, Rumänien und Birma.

Beryll

Beryll-Familie besteht aus einer Gruppe von Edelsteinen in unterschiedlichen Farben. Grüne Berylle heißen Smaragd, blaue Berylle dagegen Aquamarin. Alle anderen Berylle werden auch als Edelberyll bezeichnet. Man vermutet heute, daß der Name Beryll aus dem indischen Raum kommt.

Biwa-Zuchtperle

Biwa-Zuchtperlen wurden ursprünglich im japanischen Biwa-See gezüchtet. Heute findet man jedoch die Zuchtfarmen für diese Süßwasserzuchtperle in China. Sie wächst in einer großen Farbenvielfalt, die von Gold bis Goldbraun, bis hin zu Violett reicht. Durch Einpflanzen von Fremdgewebeteilchen in der Biwa-Auster entsteht die Zuchtperle. Werden unregelmäßige Teilchen eingesetzt, können auch unregelmäßige, bis barock geformte Perlen wachsen.

Cadonique

Original Cadonique Elements sind eine echte Alternative zu Diamanten. Original Cadonique Elements bezaubern mit ihrer funkelnden Brillanz und einzigartigen Reinheit. Sie werden in einem sehr aufwändigen Herstellungsverfahren und unter strenger Qualitätskontrolle gefertigt. Danach werden sie, genau wie Diamanten, traditionell geschliffen und zu glanzvollen Schmuckstücken verarbeitet.

Calcedon

Der Calcedon gehört zur Quarz-Gruppe. Seine Farbe reicht von bläulich bis weißgrau. Die älteste erwähnte Fundstelle liegt in Chalkedon am Bosporus, vermutlich gaben die Griechen ihm deshalb seinen Namen. Im natürlichen Zustand ist er im Gegensatz zu den anderen Quarzen wachsglänzend oder matt.

Chalkopyrit

Chalkopyrit, auch Kupferkies genannt, ist ein Edelstein aus der Gruppe der Sulfide. Seine Farbe reicht von messinggelb bis goldgelb mit einem Stich ins Grünliche. Sein Name setzt sich aus den griechischen Worten "chalkos" für Kupfer und "pyros" für Feuer zusammen. Wegen seines goldfarbenen Glanzes wird Chalkopyrit von Laien häufig mit Gold verwechselt.

Chromdiopsid

Der Chromdiopsid ist eine Varietät des Diopsids mit einer kräftigen, smaragdgrünen Farbe. Die Hauptfundorte liegen derzeit in Russland und Finnland. Seine Verarbeitung erfordert großes Geschick, da er ein relativ empfindlicher Edelstein ist. Der Diopsid soll den Verstand anregen und Lebensfreude bringen.

Chysopras

Der Chrysopras gilt als der wertvollste Edelstein aus der Gruppe der Chalcedone. Er kommt in den Farben grün und apfelgrün vor, farbgebende Substanz sind Nickeleinlagerungen. Heutige Vorkommen findet man in Australien, Brasilien, Indien, Kasachstan, Madagaskar, Russland, Simbabwe, Südafrika, Tansania und den USA.

Citrin

Citrin, ein Mineral der Quarzfamilie, ist nach seiner zitronengelben Farbe benannt. Er kommt in den Farben hellgelb bis dunkelgelb und in goldbraun vor. Farbgebende Substanz ist Eisen. Herkunftsländer sind Brasilien, Madagaskar, USA, Argentinien und Birma. Bis ins Mittelalter wurde er als Stein verehrt, der ewiges Leben schenkte.

Cordierit

Cordierit ist ein Mineral aus der Gruppe der Silicate, der gewöhnlich eine intensive blaue Farbe hat. Blassblaue und farblose Cordierite sind sehr selten. Aufgrund seiner schönen Farbe wird er häufig mit dem blauen Saphir verwechselt. Wichtige Fundstätten sind in Brasilien, Indien, Madagaskar, Myanmar, Norwegen, Sri Lanka und den USA.

Diamant

Der Diamant, das härteste Mineral der Erde gilt als „König der Edelsteine“. Sein Name leitet sich aus dem griechischen Wort „Adamas“, das bedeutet der Unbezwingbare, her. Daher gilt er als geradezu unvergänglich. Diamanten sind häufig farblos, können aber auch in den Farben gelb, braun, selten grün, blau, rötlich und schwarz vorkommen. Die wichtigsten Fundorte sind Namibia, Brasilien, Zaire, Botswana, Ghana, Venezuela. Er wird schon seit dem Altertum für Schmuckzwecke verwendet und ist das Symbol für Glück.

Edelstahl

Edelstahl ist eine Metalllegierung aus Eisen und bis zu 1,5 % Kohlenstoff. Je größer der Kohlenstoffanteil desto härter der Stahl. Er zeichnet sich aufgrund seiner Festigkeit, Elastizität und Beständigkeit aus und wird häufig für modernen Schmuck und zur Herstellung von Bandringen verwendet.

Falkenauge

Falkenauge ist ein undurchsichtiges Quarz-Aggregat mit blaugrauer und blaugrüner Farbe. Er besteht aus Quarz und Krokydolith und besitzt einen Flächenschiller, weshalb er an das Auge von Raubvögeln erinnert. Fundstellen sind Südafrika, Australien, Birma, Indien und USA, er tritt häufig zusammen mit dem Tigerauge auf. Als Amulett getragen schützte er im Mittelalter die Menschen gegen Verhexung und Dämonen.

Fluorit

Fluorit ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralienklasse der einfachen Halogenide, auch bekannt unter der Bezeichnung Flussspat. Reiner Fluorit ist farblos und transparent, durch Fremdbeimengungen kann er jedoch in fast allen Farben vorkommen. Daher gehört er zu den Mineralien mit den meisten Farbvarianten. Fluorit war schon im antiken Griechenland bekannt und ist bis heute ein beliebter Schmuckstein.

Gold

Gold ist neben Kupfer eines der wenigen farbigen Edelmetalle. Es tritt in Eruptivgesteinen und Quarzadern auf und wurde schon im 6. Jahrhundert vor Christus in Form von Münzen als Zahlungsmittel verwendet. Im Gegensatz zu Silber kann es nicht oxidieren und ist in reiner Form sehr weich und dehnbar. Legierungsmetalle wie Kupfer, Silber, Zink etc. Sorgen für die entsprechende Härte und bestimmen die Farben wie Gelbgold, Weißgold, Roségold und Rotgold. Gold ist in unterschiedlichen Legierungen erhältlich, die bekanntesten sind 333/000, 585/000 und 750/000 Gold. 333/000 Gold hat z.B. 333 Goldanteile und 667 Teile Legierungsmetalle.

Goldfluss

Goldfluss ist ein synthetisches Glas, das sehr häufig als Schmuckstein verwendet wird. Die rötlich-braune Farbe stammt von den eingelagerten Kupferkristallen. Der Herstellungsprozess wurde im Venedig des 17. Jahrhunderts entwickelt. Lange Zeit lag das Zentrum der Herstellung auf Murano bei Venedig. Erst nach der Wiederentdeckung des Herstellungsprozesses in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Goldfluss auch von bayrischen und böhmischen Glashütten hergestellt.

Granat

Der Granat gehört zur Granat-Gruppe, einer Gruppe verschiedenartiger Edelsteine mit ähnlicher Kristallstruktur. Er kommt in den Farben Grün, gelb, braun und rot bis rotbraun vor. Im Altertum wurde er meist in Körnerform gefunden, daher kommt sein Name „Granatus“ (lat. Korn). Herkunftsländer sind Argentinien, Australien, Brasilien und Madagaskar. Im Volksmund versteht man unter Granat meist nur den roten Granat.

Grünfluss

Grünfluss ist ein synthetisches Glas. Die grüne Farbe stammt von den eingelagerten Chromkristallen. Der Herstellungsprozess wurde im Venedig des 17. Jahrhunderts entwickelt. Lange Zeit lag das Zentrum der Herstellung auf Murano bei Venedig. Erst nach der Wiederentdeckung des Herstellungsprozesses in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Grünfluss auch von bayrischen und böhmischen Glashütten hergestellt.

Hämatit

Der Hämatit wird häufig Blutstein genannt, da er beim Schleifen das Kühlwasser blutrot verfärbt. Er hat einen metallischen Glanz, in dünnen Blättchen ist er jedoch rot durchscheinend. Wichtige Lagerstätten sind in England, Bangladesch, Brasilien, China, Neuseeland, Tschechien, USA und Italien.

IP-Beschichtung

Die IP-Beschichtung (Ionenplattierung) ist eine Methode zur Behandlung von Metalloberflächen und gehört zu den PVD-Verfahren. Unter Plattieren versteht man in der Metallbearbeitung das Aufbringen einer höherwertigen Metallschicht auf ein anderes Metall. Das Ionenplattieren ist ein vakuumbasierendes Beschichtungsverfahren, bei dem die Schicht direkt durch Kondensation (unter Vakuum) eines Materialdampfes des Ausgangsmaterials auf ein anderes Metall gebildet wird. Das Ausgangsmaterial kann aus Gold, Silber, Platin, Chrom usw. bestehen. Durch ständigen Ionenbeschuss wird die Haftung der aufgebrachten Schicht so stark verbessert, dass die IP-Beschichtung sehr beständig und haltbar ist.

Jade

Jade ist ein Mineral der Jade-Gruppe, die eigentlich aus zwei verschiedenen Mineralien, Jadeit und Nephrit besteht. Ihre Unterscheidung ist sehr schwierig, daher der Oberbegriff „Jade“. Am bekanntesten ist der grüne Jade, aber auch alle anderen Farben sind möglich. Er ist Symbol für Frieden, obwohl er in prähistorischer Zeit wegen seiner großen Zähigkeit ein begehrter Grundstoff für Waffen war. Fundorte sind in China, Birma und Japan.

Jaspis

Der Jaspis gehört zur Quarz-Familie. Viele zählen ihn sogar zu den Chalcedonen. Er kommt in allen Farben, streifig und gefleckt vor, häufig in Rot-braun-Tönen. Der Name Jaspis kommt aus dem Griechischen, das bedeutet „gesprenkelter Stein“. Lagerstätten sind in Ägypten, Australien, Brasilien, Indien, Kanada, Kasachstan, Madagaskar, Rußland, Uruguay und die USA. Der Jaspis war im Altertum ein höchst angesehener Schmuckstein.

Karneol

Der Karneol gehört zur Quarz-Gruppe und ist eine fleisch- bis braunrote, durchscheinende bis undurchsichtige Chalcedon-Vaietät. Farbgebende Substanz ist Eisen. Seinen Namen erhielt er wahrscheinlich nach der Farbe der Kornelkirsche. Im alten Ägypten galt er aufgrund seiner blutroten Farbe als Lebensstein. Wichtige Lagerstätten sind Indien, Brasilien, Madagaskar und Uruguay.

Keshi-Zuchtperlen

Keshi-Zuchtperlen sind Perlen, die ohne menschliches Zutun, zusätzlich bei der Zucht entstehen. Sie enthalten daher keinen Kern und bestehen deshalb zu 100 % aus Perlmutt. Keshi-Perlen können sich in Salz- und in Süßwasser bilden. Sie sind gewöhnlich klein und da sie keinen Kern haben der die Form beeinflusst, in unterschiedlichen Formen gewachsen. Sie haben eine große Farbenvielfalt und sind wegen ihrer soliden Perlmuttschicht mit einem starken Glanz und dem begehrten „Orient-Schimmer“ versehen.

Koralle

Die meisten uns bekannten Korallen bilden Riffe, Atolle und Korallenbänke mit pflanzenartig verzweigten Stöcken. Nur die Endstücke dieser „Gerüste“ können als Edelsteinmaterial genutzt werden. Die Farben sind rot, rosa, weiß, schwarz und blau. Korallen sind empfindlich gegen Hitze, Säuren und heiße Bäder, außerdem kann die Farbe kann durch stetiges Tragen verblassen. Am begehrtesten ist nach wie vor die rote Koralle. Wichtige Fundstätten sind die Küsten der westlichen Mittelmeerländer, das Roten Meer, der Golf von Biscaya, die Kanarische Inseln, der Malayischer Archipel, die Midway-Inseln, Japan und Hawai.

Labradorit

Der Labradorit ist ein Mineral der Feldspat-Gruppe, benannt wurde er nach seinem Fundort, der Halbinsel Labrador in Kanada. Er zeigt ein Farbenspiel in metallisch glänzenden Tönen, diesen Effekt nennt man auch Labradorisieren. Die wichtigsten Lagerstätten sind auch heute noch in Kanada, außerdem in Australien, Madagaskar, Mexiko, Russland und den USA.

Lapislazuli

Lapislazuli ist ein Mineral, welches neben seinem Hauptanteil Lasurit stets auch andere Mineralien, wie z.B Augit, Calcit, Diopsid, Enstatit, Glimmer, Hauyn, Nosean, Pyrit, enthält. Durch die immer wechselnde Zusammensetzung ist jeder Lapislazuli unterschiedlich gefärbt und somit ein Unikat. Seine Farbe schwankt von lasurblau bis violett bis hin zu grünlichblau. Namensgebend ist das arabische Wort für Himmel „Azul“ und das lateinische Wort für Stein „Lapis“. Der Lapislazuli wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit zu Schmuck verarbeitet. Fundorte sind in Afghanistan, Russland, Chile und Angola.

Lava

Lava ist die Bezeichnung für eruptiertes Magma, welches an die Erdoberfläche ausgetreten ist. Nach Abkühlung an der Luft verändert sich die Farbe von rot in dunkelgrau, braun oder schwarz.

Mabe-Zuchtperlen

Mabe-Zuchtperlen sind Halbperlen in untypischen Formen, die im Gegensatz zu anderen Zuchtperlen an der inneren Schale einer Auster wachsen und nicht in deren Mantelgewebe. Häufig wird ein halbkugelförmiger Fremdkörper statt eines runden Implantats eingesetzt und die Perle wächst halbkugelförmig mit einer flachen Unterseite heran. Kultivierte Mabes werden meist für die Herstellung von Ringen und Ohrschmuck verwendet. Sie zeichnen sich durch einen starken Glanz und den so begehrten „Orient-Schimmer“ aus.

Malachit

Der Malachit ist ein hellgrüner bis schwarzgrüner Edelstein mit konzentrischen und geradlinigen Bänderungen. Farbgebende Substanz ist Kupfer. Namensgebend ist seine grüne Farbe, griechisch „Malache“, das bedeutet Malwe, vielleicht aber auch seine geringe Härte, griechisch „ malakos“ für „weich“. Der wichtigste Fundort liegt in Zaire. Der Malachit war schon bei den Ägyptern, Griechen und Römern als Schmuckstein bekannt, wurde aber auch zu Pulver verrieben, um daraus Augenschminke herzustellen.

Markasit

Der Markasit ist ein Edelstein aus der Mineralklasse der Sulfide. Er hat einen metallischen Glanz und läuft nach einiger Zeit an der Luft buntfarbig an. Seine Farben reichen von bronzegelb, grüngelb bis bräunlichgelb. Häufig wird er mit dem bekannteren Pyrit verwechselt, dieser hat jedoch einen viel höheren Härtegrad.

Mondstein

Der Mondstein ist ein Mitglied der Feldspat-Gruppe. Namensgebend ist sein opalisierender mondähnlicher blasser Schimmer. Mondstein kommt in den Farben gelb und farblos vor. Er ist als Edelstein schon seit der Antike bekannt. Er symbolisiert Fruchtbarkeit und hingebungsvolle Liebe. Wichtige Herkunftsländer sind Birma, Sri Lanka und Brasilien.

Muschelkernperlen

Muschelkernperlen sind Perlen, deren Kern aus einer Austernmuschel besteht, der mit einem Lack aus natürlichem Perlmutt überzogen wird. Dieser Lack enthält natürliches pulverisiertes Perlmutt einer Austernmuschel und ausgesuchte Farbpigmente, die in einem aufwendigen Verfahren Schicht für Schicht auf den Muschelkern aufgetragen werden. So können Muschelkernperlen in nahezu allen Farben, Formen und Größen hergestellt werden. Eine gute Muschelkernperle kann oft mit dem bloßen Auge nicht von einer Austernperle unterschieden werden.

Obsidian

Der Obsidian ist ein natürliches Glas, welches schon in prähistorischer Zeit für Amulette verwendet wurde. Seine Farbe reicht von schwarz und grau bis braun und grün. Es gibt Varietäten mit goldfarbenem oder silbernem Schimmer, und Varietäten mit grauweißen Einschlüssen, dem sogenannten Schneeflockenobsidian.

Onyx

Der Onyx, ein Mineral der Quarz-Gruppe, ist zum einen ein Lagenstein mit schwarzer Grundschicht und weißer Oberlage, zum anderen eine Bezeichnung für einfarbigen Chalcedon. Der Onyx wird häufig zur Herstellung von Gemmen verwendet. Der Namen kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Nagel“. Wichtige Herkunftsländer sind Brasilien, Mexiko, Madagaskar, Indien und die USA. Da die natürlichen Vorkommen den hohen Bedarf schon lange nicht mehr decken, ist der im Handel erhältliche Onyx schwarz gefärbter Achat.

Opal

Die Opal-Familie ist in 3 Gruppen unterteilt: der Edelopal mit opalisierendem Farbspektrum und einem regenbogenartigen Schiller, der Feueropal mit gelbroter Farbe und der gemeinen Opal, meist opak und ohne Schiller, daher auch der Name. Das Wort Opal kommt aus dem altindischen und bedeutet übersetzt Stein. Die berühmtesten Fundstätten liegen in Australien. Der Opal ist seit jeher ein Symbol unverfälschter Liebe.

Peridot

Der Peridot wird häufig wegen seiner grünen Farbe Olivin genannt. Die Griechen gaben ihm den Namen Peridona, was gleichmäßige Energie bedeutet. Seine Farbe ist hellgrün bis olivgrün. Herkunftsländer sind Birma, Australien, Brasilien, China, Kenia und Mexiko. Hochwertige Kristalle ohne Risse und Einschlüsse sind sehr selten. Er wurde seit jeher als Symbol für eine positive Lebenseinstellung geehrt.

Perlmutt

Als Perlmutt oder "Mutter der Perle" bezeichnet man die innere, stark irisierende Schicht von Muschel- und Schneckenschalen. Die Farben unterscheiden sich je nach Spezies und geographischer Herkunft.

Platin

Platin ist das schwerste, seltenste und reinste Edelmetall mit einer grauweißen Farbe. Es ist doppelt so schwer wie Silber und hat einen dunkleren Grauton. Für die Schmuckverarbeitung wird meist 950/000 Platin verwendet, welches 950 Teile Platin und 50 Teile anderer Legierungsmetalle enthält. Platin wurde erstmals um 3000 vor Christus im Alten Ägypten verwendet. Aufgrund seiner hohen Haltbarkeit und Anlaufbeständigkeit wird es gerne für hochwertigen Schmuck, gerne auch Trauringe verwendet.

Pyrit

Pyrit ist ein messinggelber bis graugelber Edelstein, der wegen seiner Ähnlichkeit mit Gold im Volksmund Katzengold genannt wird. Lagerstätten sind in Peru, Bolivien, Mexiko, Rumänien, Schweden, Spanien und den USA.

Rauchquarz

Der Rauchquarz, ein Mineral der Quarz-Gruppe, erhielt seinen Namen wegen seiner rauchigen Farbe. Wichtige Fundorte sind in Brasilien, Madagaskar, Russland, Schottland und der Schweiz. Seine Farbe ist braun bis fast schwarz und rauchgrau. Durch Erhitzen verliert er seine Farbe und wird zum Bergkristall. Der Rauchquarz ist bereits seit der Antike bekannt und gilt als Symbol für neue Kraft.

Rhodochrosit

Der Rhodochrosit ist ein Edelstein der Calcitgruppe. Sein Name wurde von dem altgriechischen Wort für "rosenfarben" abgeleitet. Seine Farbigkeit reicht von rosa, rot bis rotbraun. Am begehrtesten ist der himbeerrote Rhodochrosit. Er wird erst seit etwa 1950 als Schmuckstein verwendet. Seine wichtigsten Fundorte liegen in Argentinien, Chile, Mexiko, Namibia, Peru, Südafrika und den USA.

Rosenquarz

Der Rosenquarz gehört ebenfalls zur Quarz-Gruppe. Seine Farbe ist kräftigrosa bis blassrosa. Häufig ist er rissig und leicht trüb. Farbgebende Substanzen sind Titan und Mangan, mit der Zeit jedoch kann seine Farbe verblassen. Vorkommen findet man in Brasilien, Madagaskar, Indien und Mozambique. Seit der Antike gilt der Rosenquarz als Symbol der Liebe.

Rubin

Der Rubin ist ein Edelstein der Korund-Gruppe in der in verschiedenen Rottönungen vorkommt. Namensgebend ist seine Farbe, das lateinische Wort „Rubens“. Bedeutet rot. Fundorte sind in Birma, Thailand, Sri Lanka und Tansania. Der Rubin wurde von den Griechen als „Mutter der Edelsteine“ verehrt und galt als Symbol der Liebe.

Saphir

Der Saphir zählt ebenfalls zur Korund-Familie, heute bezeichnet man alle nicht roten Korunde als Saphire. Früher nannte man lediglich blaue Korunde Saphir. Seine Farbevorkommen sind blau in verschiedenen Tönungen, farblos, rosa, orange, grün, gelb, violett und schwarz. Hat der Name Saphir keinen Zusatz wie z. B. Gelber Saphir oder grüner Saphir, spricht man immer nur über den blauen Saphir. Namensgebend war im Altertum seine blaue Farbe, die in der griechischen Sprache für „blau“ steht. Er gilt als Symbol der Weisheit.

Serpentin

Der Serpentin ist ein Mineral, welches meist in olivgrüner, gelegentlich aber auch in gelber und brauner Farbe vorkommt. Er hat eine relativ niedrige Härte und kann deshalb nicht nur geschliffen, sondern auch gedrechselt werden.

Smaragd

Der Smaragd ist das edelste Mineral der Beryll-Familie. Seine Farbe reicht von hellgrün bis grün. Seine unvergleichliche Farbe ist namensgebend für einen eigenständigen Farbton, der als "Smaragdgrün" bezeichnet wird. Die bedeutendsten Lagerstätten liegen in Kolumbien, Brasilien, Südafrika, Afghanistan und Australien. Smaragde spielen in allen Königshäusern und Kulturen eine wichtige Rolle, seine Farbe steht für die Freude am Leben.

Sodalith

Sodalith ist ein wenig verbreitetes Mineral aus der Mineralienklasse der Silikate. Je nach Fremdbeimengung oder Einschlüssen kommt er in den Farben weiß, blau und grau vor, manchmal mit einem Stich ins Violette. Der Sodalith ist häufig von weißen Adern aus Calcit durchsetzt. Aufgrund dieser lebhaft gefleckten Maserung ist er ein beliebter Schmuckstein und wird auch gerne für kleine Skulpturen verwendet. Wichtige Lagerstätten sind in Brasilien, Grönland, Indien, Kanada, Namibia, Russland und den USA.

Spinell

Unter Spinell versteht man in der Mineralogie eine ganze Gruppe ähnlicher Mineralien. Nur wenige von ihnen besitzen eine Edelsteinqualität. Der Spinell kommt in nahezu allen Farben vor. Wichtige Lagerstätten sind zusammen mitdem Rubin und dem Saphir in Myanmar und Sri Lanka. Andere Fundstellen sind in Afghanistan, Australien, Brasilien, Madagaskar, Nepal, Nigeria, Tadschikistan, Tansania, Thailand und den USA.

Sterling Silber, 925/000 Silber

Der Name bezieht sich auf die englische Münze „Sterling“. Früher wurde Sterlingsilber als Münzmaterial für Silberpennies verwendet. 925/000 Silber hat von tausend Teilen 925 Silberanteile, die restlichen 75 Teile setzen sich aus anderen Metallen zusammen. Meist wird das weiche Silber mit Kupfer legiert, um die Härte zu erhöhen. Das Edelmetall Silber wird etwa seit dem 5. Jahrhundert vor Christus von Menschen verarbeitet.

Südsee-Zuchtperlen

Südsee-Zuchtperlen sind Salzwasserzuchtperlen. Weiße Perlen wachsen in den Gewässern vor Australien, goldene Südseeperlen wachsen in den Küsten vor Indonesien, den Philippinen und Myanmar. Südseeperlen sind sowohl die größten als auch die seltesten aller Perlen. Ihre Seltenheit beruht auf der Tatsache, daß die Zucht besonders großer Perlen sehr viel mehr Zeit in Anspruch nimmt, daher ist sie meistens unter den teuersten Perlen zu finden. Um eine entsprechende Größe zu erreichen benötigt sie zwischen 3 und 5 Jahren.

Süßwasser-Zuchtperlen

Süßwasserzuchtperlen sind kernlose Perlen, die in Süßwasser, meist in China gezüchtet werden. Bei der Züchtung wird ein Gewebeteilchen einer Muschel in das Mantelgewebe einer anderen Muschel gepflanzt. Nun bildet sich nach und nach um das Gewebeteilchen eine Perlmuttschicht und eine Perle entsteht. Süßwasserzuchtperlen wachsen in ca. 1 – 3 Jahre heran. In nur einer einzigen Muschel können bis zu 40 Perlen gleichzeitig gezüchtet werden. Die natürlichen Farben reichen von Weiß über Creme bis hin zu Rosé und Peach-Tönen, Süßwasserperlen können aber auch gefärbt werden.

Tahiti-Zuchtperle

Tahiti-Zuchtperlen werden genauso wie die natürliche Tahiti-Perle nur in den Gewässern rund um Tahiti und Französisch-Polynesien gezüchtet. Sie entstammt der schwarzlippigen Auster „Pinctada Margaritafera“ . Hier werden aber nur 1 bis 2 Perlmuttkerne in das Mantelgewebe der Auster eingesetzt. Die Auster selbst wiegt bis zu 5kg und erreicht eine Größe von bis zu 30 cm, daher sind Tahiti-Perlen überdurchschnittlich groß. Die Aufzucht kann je nach Größe zwischen 2 und 3 Jahren dauern. Einzigartig werden Tahiti-Perlen durch ihre natürliche dunkle Farbe die von Peacock bis zu tiefem Schwarz reichen kann.

Tansanit

Der Tansanit ist ein Mineral der Zoisit-Gruppe. Seine Farbigkeit reicht von saphirblau bis amethystviolett. Die einzige Lagerstätte ist in Tansania bei Arusha. Er soll bei seinem Träger positive Gedanken hervorrufen.

Tigerauge

Tigerauge gehört zur Quarz-Familie und entsteht aus dem blaugrauen Falkenauge. Die bedeutendsten Lagerstätten sind in Südafrika, Australien, Birma, Indien, Namibia und USA. Seine goldgelbe bis goldbraune Farbe entsteht durch Eisen. Die typische Streifung entsteht durch eingelagerte Fasern. Einzigartig ist sein Schiller mit wogendem Lichtschein (Chatoyieren = Katzenaugeneffekt), er wirkt daher wie das Auge eines Tigers. Erstmals wurde er in dem Jahr 1883 entdeckt.

Titan

Titan ist ein sehr leichtes, aber dafür hartes Metall mit einem weiß-metallischen Glanz. Seine Oxydationsschicht erzeugt die graue-weiße Farbe. Der Name ist angelehnt an das griechische Göttergeschlecht der Titanen. Die Hauptvorkommen liegen in Australien, Skandinavien, Nordamerika, dem Ural und Malaysia.

Topas

Topas ist der Oberbegriff für Edelsteine in unterschiedlichen Farben, wie gelb, rotbraun, hellblau, rosenrot, rot, violett, hellgrün und farblos. Sie alle gehören zur Familie der Topase. Die meisten Topase, die wir heute verwenden haben selten kräftige Farben, farbgebende Substanzen sind Eisen und Chrom. Weißen Topas nennt man Edeltopas, er galt in der Antike als heiliger Stein.

Türkis

Weil sein Handelsweg früher über die Türkei führte entstand der Name Türkis, das bedeutet soviel wie „türkischer Stein“. Seine Farbe reicht von himmelblau bis blaugrün, manchmal auch apfelgrün. Die Farbgebende Substanz für Blautöne ist Kupfer, für Grüntöne Eisen. Der Türkis galt bei den Indianern, Tibetern und den Ägyptern als heiliger Stein. Die ältesten Fundstätten im Sinai/Ägypten waren schon 4000 v.Chr. Ausgebeutet. Wichtige Fundorte heute sind Iran, Afghanistan, Argentinien, Australien und Brasilien.

Turmalin

Der Turmalin gehört zur Turmalin-Gruppe, einer Gruppe von Mischkristallen. Seine Farben sind farblos, rosa, rot, gelb, braun, grün, blau, violett und mehrfarbig. Seefahrer bezeichneten den Turmalin mit dem singhalesisches Wort als „turamali", das bedeutet so viel wie „Stein mit gemischten Farben“. Fundorte sind in Brasilien, Afghanistan, Australien, Birma, Indien und Madagaskar. Rosa Turmaline symbolisieren neue Lebenslust.

Wolfram

Wolfram ist ein weißglänzendes Schwermetall mit einer sehr hohen Dichte. Im reinen Zustand ist es spröde. Die von der Schmuckindustrie verwendete Wolframlegierung ist Wolframcarbid, und wird erst seit Anfang des 21. Jahrhunderts zu Schmuck verarbeitet.

Zirkonia

Zirkonia ist ein synthetischer Ersatz für den Diamant, sollte aber nicht mit dem Zirkon, einem natürlichen Mineral verwechselt werden. Selbst ein Experte kann einen Zirkonia in der Regel nur durch Messung des Wärmeleitwerts von einem echten Diamanten unterscheiden. Ein einkarätiger Zirkonia kostet nicht einmal ein Tausendstel dessen, was man für einen gleich großen Diamanten in guter Qualität bezahlen muß.